Albert Schweitzer

Albert Schweitzer wurde am 14. Januar 1875 in Kayserberg/Elsaß geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Günsbach. Er starb am 4. September 1965 in Lambarene, Afrika/Gabun, wo er seine letze Ruhestätte neben seiner Frau Helene, geborene Bresslau (verstorben 1957), vor dem Doktorhaus inmitten seines Spitalwerks in Lambarene fand.

Doktor Albert Schweitzer, Philosoph, Theologe, Schriftsteller, Musiker, Arzt, ist im Alter von 90 Jahren an jenem Ort, dem er sein ganzes Leben gewidmet hat, dem Urwaldhospital von Lambarene, am Ufer von dem Ogoweflusses in Gabun, gestorben.

 

Karriere in Europa aufgegeben

Über 50 Jahre lang hat Albert Schweitzer sein Krankenhaus selbst geleitet. Als er im Jahre 1913 eigenhändig die ersten Hütten am Ogowefluss errichten half, hatte der im Elsaß geborene Pfarrersohn eine glänzende Karriere aufgegeben. Mit 30 Jahren war er Professor für Theologie in Straßburg geworden. Als Orgelspieler hatte er sich bereits einen Namen gemacht. Seine ersten Schriften waren erschienen. Trotzdem scheute der junge Theologieprofessor nicht zurück, sich noch einmal als Student in den Hörsaal zu setzen als er durch Zufall erfuhr, dass die Menschen im Kongo wie Fliegen sterben weil es an Ärzten mangelt. 1912 legte er sein medizinisches Staatsexamen ab und erwarb den Doktortitel. Weder die Aussicht auf Ruhm noch auf eine gesicherte Zukunft konnten ihn davon abhalten nach Französisch-Äquatorialafrika abzureisen um seine Arbeit kranken Afrikanern zu widmen; eine Tat, die ihn später zum Inbegriff des wahren Menschenfreunden und zum leitenden Vorbild für alle Welt werden lies.

Albert Schweitzer - Quelle: Bundesarchiv

Albert Schweitzer

Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-D0116-0041-019, Lizenz: CC-BY-SA

 

Ehrfurcht vor dem Leben

Inmitten des Elends und der Zerstörung nach dem zweiten Weltkrieg schien Albert Schweitzer mit seinen Worten "Ehrfurcht vor dem Leben" den einzig möglichen Weg für die Zukunft gewiesen zu haben. Er selbst hatte diese Worte vorgelegt. Die Verehrung für Albert Schweitzer drohte manchmal ihn zum Idol zu machen. Straßen und Schulen wurden nach ihm benannt, zwei Filme über sein Leben gedreht, außer eigenen wurden zahlreiche Bücher veröffentlicht. Man verlieh ihm zahllose Auszeichnungen und Preise, darunter 1952 den Friedensnobelpreis und 1954 die Friedensklasse des Ordens "pour le merit", Universitäten von Kapstadt bis Ost-Berlin ernannten ihnzum Ehrendoktor. Er wurde Ehrenbürger von Städten in aller Welt.