Stammaktiv-Gewinn-Wochenende

Freitag, 18. Januar 2013

Als Teilnehmer  am Stammaktiv-Wettbewerb haben wir im Stamm jede Menge Aktionen auf die Bühne stellen können und dafür ordentlich Punkte abkassiert. Dafür haben wir ja auch am Landeslager 2012 unsere Siegestrophäe in Empfang nehmen dürfen. Mit dabei war ein Gutschein für ein Wochenende im Nibelungenturm Worms für den ganzen Stamm. Als besonderes Schmankerl wurde ein Abendessen nach unserer Wahl, gekocht von der Landesführung, noch oben drauf gepackt. Im Januar haben wir nun unseren Gewinn schließlich eingelöst und hatten ein wirklich tolles Wochenende.
 
Angereist sind wir mit dem Zug und schon auf dem Fußweg zum Turm konnten wir Worms schon etwas erkunden. Nach kurzer Begrüßung und Einweisung im Turm wurden uns erst einmal die Augen mit unseren Halstüchern verbunden und wir mussten uns Sippenweise an einer gespannten Wollschnur quer durch den ganzen Turm hangeln. Und die Mainzelmännchen hatten sich ordentlich Mühe gemacht, denn die Fäden waren quer durch Treppenhäuser und Flure so verworren, dass man selbst ohne Augenbinde schnell im Fadenwirrwarr verloren war. Im Prinzip wäre es ja ganz einfach gewesen: Einfach nicht loslassen!
Nachdem wir uns von Entfesselungskünstlern wieder befreien ließen, gab es zum Abendessen dann leckere Spaghetti mit Tomatensoße. An der Lagereröffnung stellten sich unsere Schweizer Gäste Grisu und Gufä dem Stamm vor, die wir auf dem Lalala schon kennen gelernt hatten und zu dem Wochenende einluden. Aber es gab noch nicht genügend Knoten für den Abend, die Runde wurde erst nach einem Spiel „Knuddelmudder“ aufgelöst, und dann hieß es auch schon ab ins Bett. Nach dem Frühstück am nächsten Morgen stand ein Highlight auf dem Programm. Wir spielten „Wonopoly". Das Spiel, welches in Worms ausgedacht wurde, ist eine Abkupferung von Monopoly. Statt Straßen kauft man Telefonzellen und muss natürlich auch Miete zahlen. Um den Nervenkitzel etwas zu erhöhen haben wir die Regeln noch etwas verschärft und eingeführt, dass man die Telefonzellen auch abkaufen kann, ohne dass die bisherigen Besitzer davon Wind kriegen.
Nach zweieinhalb Stunden spaßigem durch-die-Stadt-rennen bei Minusgraden, fanden wir uns wieder alle im Turm ein um die durchgefrorenen Füße, Finger und Körper nochmal aufzuwärmen. Aber nicht zu warm, denn dann stand auch schon Kultur auf dem Programm, mit der Stadtführung „Zwischen Tag und Dunkel“. Die Stadtführer erzählten von der sagenhaften Geschichte zur Nibelungensage, wieso Siegfried ein rotes Kreuz auf dem Umhang zum Verhängnis wurde, dass Worms offensichtlich ein attraktiver Wohnort für Drachen ist, was Luther in Worms so alles getrieben hat und wir haben sogar gelernt, wieso am Dom ein steinerner Dackel über dem Eingangsportal wacht.
 
Während wir lernten, wie ein Schmied im Nagelpanzer das Herz einer Königin eroberte, indem er sich einem Drachen zum Fras vorwarf, waren Jana, Martin alias Jean-Jacques Rybak, Vester und Titt im Turm eingetroffen und nutzen die Gelegenheit um ungestört das perfekte Pfadidinner vorzubereiten. Wir hatten uns Schnitzel und ein Salatbüffet gewünscht und es hat einfach nur super geschmeckt. Vielen Dank an die vier und und ihr dürft jederzeit wieder für uns kochen.
 
Danach gab es schon das nächste Highlight, der Bunte Abend im Turm-Saal. Werwölfe wurden ermordet, Lieder mussten erraten und manchmal auch gesungen werden, eine Kutschfahrt brachte so manchen zum Trudeln, ein spannendes Schlafsackrennen sowie eine Oscar Verleihung boten viel Abwechslung und so manchen Lacher. Es wurde die spannende Frage gelöst, wer eigentlich beim Wonopoly gewonnen hat und die überraschten Gewinner wurden mit einer gewaltigen Portion Süßigkeiten zugeschüttet. Nach einer anschaulichen Darstellung, wie Männer und Frauen duschen, fand auch noch ein ziemlich lustiges, aber unfreiwilliges Date statt. Schließlich hat Vester uns noch demonstriert, wie man in der Eifel den Tschaigeist beschwört. Insgesamt handelte es sich wohl um den lustigsten und darbietungsreichsten, aber vor Allem längsten bunten Abend in der Geschichte unseres Stammes. Doch es war ein großer Spaß.
Zum krönenden Abschluss hatten die Schweizer für die Älterenrunde ein köstliches schweizer Käsefondue zubereitet, welches nicht nur vorzüglich schmeckte, sondern es auch wirklich in sich hatte.
 
Beim letzten Frühstück wurde auch nicht geknausert, neben allerhand Leckereien gab es deftige Nürnberger Würstchen mit Rührei und Speck. Es wurde ausgiebig geschlemmt um Kräfte fürs Aufräumen und nicht zuletzt den Heimweg zu tanken. Auf dem Weg zum Bahnhof wurden wir noch vom Eisregen überrascht, der uns allen einen richtigen Eispanzer auf die Rucksäcke und bei einigen sogar auf die Haare zauberte.
Nach fast 3 Stunden Zugfahrt quer durch die Pfalz sind wir aber wieder aufgetaut und trocken in der Heimat angekommen.
 
Die Weißheit von BiPi "Da mindestens 5% Gutes in allem ist, sind auch weitere 5% Spaß darin enthalten" sollte an diesem Wochenende eine Untertreibung sein. Denn es war ein tolles Lager mit vielen schönen Programmpunkten, gutem Essen und noch mehr Spaß. Eben zu 100% so wie es sein soll. Somit hat sich das Melden der unzähligen Aktionen bei Stammaktiv mehr als ausbezahlt.

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